ERKLÄRSTÜCK
Notstrom, Ersatzstrom und USV: Was ein Speicher bei Netzausfall leistet
Notstrom kann einzelne Geräte versorgen, Ersatzstrom speist ins Hausnetz. Ob ein Speicher solche Funktionen bietet, wie viele Verbraucher gleichzeitig laufen und wie lange die Versorgung hält, hängt von Ausstattung, Wechselrichterleistung und verfügbarem Strom ab. Eine USV schaltet so schnell um, dass etwa Computer weiterlaufen können.
Solarbefund · KI-gestützte Redaktion · Aktualisiert
Notstromsteckdose oder Ersatzstrom fürs Hausnetz
Eine Notstromsteckdose am Batteriespeicher stellt bei einem Netzausfall Strom an einem einzelnen Anschluss bereit. Von dort lassen sich einige wenige Geräte versorgen. Ersatzstrom beschreibt dagegen die Einspeisung in das Hausnetz. Damit können grundsätzlich alle Geräte im Haushalt weiterbetrieben werden, sofern ausreichend Strom aus der Photovoltaikanlage oder dem Speicher verfügbar ist. Die Verbraucherzentrale ordnet diese Möglichkeiten als unterschiedliche Ausführungen einer Not- oder Ersatzstromversorgung ein: Solche Funktionen gehören nur bei einigen Heimspeichersystemen zum üblichen Funktionsumfang. Die konkrete Ausstattung reicht von der Steckdose am Speicher bis zum automatischen Umschalten in den Ersatzstrombetrieb. Die Begriffe benennen somit sowohl den Anschlussweg als auch den Umfang der möglichen Versorgung.
Die Wechselrichterleistung begrenzt gleichzeitige Nutzung
Bei der Einspeisung in das Hausnetz bleibt die Wechselrichterleistung eine Grenze: Mehr Leistung als der Wechselrichter bereitstellen kann, steht nicht zur Verfügung. Das betrifft besonders den gleichzeitigen Betrieb von Geräten mit hoher Stromaufnahme. Die Verbraucherzentrale nennt Herd, Backofen, Toaster und Fön als Beispiele für Geräte, deren parallele Nutzung dadurch eingeschränkt sein kann. Durchlauferhitzer sind meist nicht betreibbar; beim Laden eines Elektroautos sollte die Leistung reduziert oder der Ladevorgang gestoppt werden. Ersatzstrom bedeutet daher nicht, dass jeder Haushalt seine Geräte ohne Einschränkung gleichzeitig nutzen kann. Entscheidend ist neben der Art des Anschlusses, welche Leistung der Wechselrichter im Ersatzstrombetrieb liefern kann.
Solarertrag, Speicherladung und Umschaltzeit
Die verfügbare Leistung ist von der Energiemenge zu unterscheiden, die über die Zeit bereitsteht. Auch wenn der Wechselrichter genügend Leistung bereitstellt, endet die Versorgung, wenn die Photovoltaikanlage nicht mehr genug Strom liefert und der Batteriespeicher leer ist. Solarertrag und gespeicherte Ladung bestimmen damit, wie lange Verbraucher im Ersatzstrombetrieb versorgt werden können. Die USV-Funktion betrifft wiederum den Übergang in diesen Betrieb: Die Umschaltung erfolgt so schnell, dass etwa Computer oder mit dem Stromnetz verbundene Uhren weiterlaufen können. Die Umschaltzeit ist damit eine eigene Eigenschaft des Ersatzstrombetriebs: Sie entscheidet, ob diese Geräte beim Wechsel weiterlaufen.
Quellen
Verbraucherzentrale ↗ · abgerufen 2026-10-04
So prüfen wir Meldungen · Keine eigenen Produkttests.