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Solarstrom fürs E-Auto: Warum das Nutzungsprofil zählt

Der Solarrechner vergleicht zwei vereinfachte E-Auto-Profile mit unterschiedlichen Ladezeiten. Er berechnet den Fahrzeugstrombedarf aus der Kilometerleistung, berücksichtigt saisonale Verbrauchswerte und legt fest, wie Solarstrom auf Haushalt, Auto und Speicher verteilt wird.

Solarbefund · KI-gestützte Redaktion · Aktualisiert

Ladezeiten bestimmen das Profil

Solarstrom ohne Speicher lässt sich nur in dem Moment nutzen, in dem er erzeugt wird. Für den Solarstromanteil im Auto ist daher auch wichtig, wann das Fahrzeug geladen wird. Der Rechner bildet dafür zwei Nutzerprofile ab. Beim „Zweitwagen“ wird das Auto vormittags genutzt und ab 13 Uhr im Winter beziehungsweise 14 Uhr im Sommer geladen. Beim „Pendlerfahrzeug“ beginnt das Laden nach der durchschnittlichen täglichen Nutzung abends: ab 17 Uhr im Winter beziehungsweise 18 Uhr im Sommer. Die Profile stehen damit für unterschiedliche Zeitfenster, in denen das Auto zum Laden verfügbar ist. Die angesetzten Fahrleistungen können in vier Stufen gewählt werden: 7.500, 10.000, 15.000 oder 20.000 Kilometer pro Jahr. Für eine bestimmte Fahrleistung vergleicht das Tool also Ladezeiten, die sich je nach Profil und Jahreszeit unterscheiden.

Fahrleistung und Verbrauch im Jahresverlauf

Das Tool ermittelt den Stromverbrauch des E-Autos anhand der eingegebenen Kilometerleistung und bezieht ihn in die weitere Berechnung ein. Dabei verteilt es den Verbrauch nicht mit einem einheitlichen Wert auf alle Jahreszeiten: Im Winter setzt es 21 Kilowattstunden je 100 Kilometer an, im Frühling 16, im Sommer 19 und im Herbst ebenfalls 16 Kilowattstunden. So fließen Fahrleistung und saisonale Verbrauchswerte in den berechneten Fahrzeugbedarf ein. Das Ergebnis hängt außerdem davon ab, wann dieser Bedarf anfällt: Das Zweitwagen- und das Pendlerprofil sehen unterschiedliche Ladezeiten vor. Der Rechner stellt damit zwei modellierte Verläufe gegenüber, in denen Solarerzeugung und Ladefenster zu unterschiedlichen Zeiten zusammentreffen können.

Vereinfachungen setzen den Rahmen

Die Simulation nimmt eine konstante Ladeleistung von 3,7 Kilowatt an, bis die Fahrzeugbatterie voll ist. Bei der täglichen Nutzung unterscheidet sie nicht zwischen Werk- und Wochenendtagen. Auch die Verteilung des Solarstroms folgt einer festen Reihenfolge: Zuerst wird der Haushalt versorgt, dann fließt überschüssiger Strom ins E-Auto und anschließend in den Heimspeicher. Die Verbraucherzentrale bezeichnet die beiden Profile als stark vereinfacht und erklärt, das führe zu einseitigen Berechnungsergebnissen. Reale Werte für den Solarstromanteil im E-Auto lägen vermutlich zwischen den Ergebnissen der Profile „Zweitwagen“ und „Pendlerfahrzeug“. Das Ergebnis ist somit an die angesetzten Ladezeiten und Modellregeln gebunden; die Profile bilden den Alltag nicht Tag für Tag ab.

Quellen

Verbraucherzentrale ↗ · abgerufen 2026-10-05

Verbraucherzentrale ↗ · abgerufen 2026-10-05

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