ERKLÄRSTÜCK
Wärmepumpe mit Solarstrom: Welche Rolle das Kältemittel fürs Klima spielt
Solarstrom kann den Betrieb einer Wärmepumpe mitversorgen und prägt damit dessen Klimabilanz. Doch auch das Kältemittel zählt: Es transportiert Wärme, manche Stoffe verstärken in der Atmosphäre den Treibhauseffekt. Das GWP beschreibt dieses Erderwärmungspotenzial im Vergleich zu CO₂; ein geringes GWP ist bei natürlichen und bestimmten künstlichen Stoffen möglich.
Solarbefund · KI-gestützte Redaktion · Aktualisiert
Stromversorgung und Effizienz im Betrieb
Eine Wärmepumpe braucht Strom und muss effizient arbeiten: Sie soll mit möglichst wenig Strom möglichst viel Wärme gewinnen. Ein Teil des Stroms stammt noch aus klimaschädlichen fossilen Kraftwerken. Je mehr Wind- und Sonnenkraft sowie andere erneuerbare Energien im allgemeinen Strommix ankommen, desto klimafreundlicher wird jede Wärmepumpe. Für Ökostrom kann man einen Tarif mit Label wählen oder eigenen Solarstrom vom Dach nutzen. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) zeigt die tatsächliche Effizienz im Betrieb: Sie gibt an, wie viele Einheiten Wärme die Heizung im Jahresschnitt aus einer Einheit Strom gewinnt. Bei JAZ 4 sind das vier Kilowattstunden Wärme pro Kilowattstunde Strom; ab JAZ 3 gilt eine Wärmepumpe heute als effizient.
Die Wärmequelle beeinflusst die Effizienz
Auch die Wärmequelle beeinflusst die Effizienz. Wärmepumpen gewinnen Wärme aus Umgebungsluft, Grundwasser oder Erdreich. Grundwasserwärmepumpen liefern am meisten Wärme pro Kilowattstunde Strom; danach folgen Erdwärmepumpen. Luftwärmepumpen haben theoretisch die geringste Effizienz. Wie effizient eine Anlage tatsächlich arbeitet, hängt von vielen weiteren Faktoren ab. Die Jahresarbeitszahl berücksichtigt wechselnde Bedingungen im Jahresverlauf und zeigt die Effizienz im Betrieb.
Das Kältemittel und seine Klimawirkung
Das Kältemittel transportiert die aufgenommene Wärme in der Wärmepumpe. Seine Wahl ist wichtig für die Klimawirkung der Heizung: Manche dieser Chemikalien verstärken den Treibhauseffekt in der Atmosphäre und beschleunigen so die Erderwärmung. Bei vielen dieser Mittel liegt das GWP mehrere Tausend Mal über dem derselben Menge CO₂. Einzelne Kältemittel werden deshalb nach und nach verboten und gelten trotz Bestandsschutz nicht als zukunftssicher. Neben Stromversorgung und Effizienz zählt also auch das Kältemittel zu den Klimafaktoren einer Wärmepumpe.
Was der GWP-Wert aussagt
GWP steht für „Global Warming Potential“, auf Deutsch Erderwärmungspotenzial. Der Wert vergleicht die Wirkung eines Kältemittels mit der derselben Menge CO₂. Die Verbraucherzentrale empfiehlt ausdrücklich ein Kältemittel mit niedrigem GWP-Wert. Häufig sind dies natürliche Substanzen wie Propan; auch bestimmte künstliche Stoffe haben geringe GWP-Werte. Je geringer der Wert, desto klimafreundlicher ist die Wärmepumpe.
Quellen
Verbraucherzentrale ↗ · abgerufen 2026-10-06
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