Insel-PV-Auslegung: Module und Batterie
Überschlägige Dimensionierung einer Insel-PV-Anlage aus Tageslast, Peak-Sonnenstunden, Systemverlusten und gewünschter Autonomie. Ergebnis: erforderliche PV-Leistung, Modulanzahl und nominale Batteriekapazität.
Berechnung und Grenzen
Die PV-Nennleistung wird aus der täglichen Last geteilt durch Peak-Sonnenstunden und den angesetzten PV-System- sowie Batterie-/Wechselrichterwirkungsgrad berechnet. Die Modulzahl wird auf ganze Module aufgerundet. Die nominale Batteriegröße deckt Tageslast mal Autonomietage ab und berücksichtigt Entladetiefe sowie den Batterie-/Wechselrichterwirkungsgrad. Peak-Sonnenstunden sind äquivalente Stunden bei voller Einstrahlungsleistung, keine tatsächliche Tageslänge. Die eingegebenen Werte sollten zum ungünstigsten relevanten Zeitraum passen.
Vereinfachte Vorbemessung, keine Ertrags- oder Ausfallsimulation. Nicht berücksichtigt werden Lastspitzen, saisonale Schwankungen innerhalb der Autonomiezeit, Temperatur, Verschattung, Ladezustandsgrenzen im Detail, Modulverschaltung, Laderegler-/Wechselrichterleistung, Leitungsquerschnitte, Alterung oder Sicherheitsreserven. Der Wirkungsgrad Batterie/Wechselrichter ist ein vereinfachter Gesamtfaktor. Für zuverlässige Auslegung, Schutztechnik und elektrische Installation sind standort- und komponentenspezifische Planung sowie Fachprüfung erforderlich.