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KfW 270 für Photovoltaik: Voraussetzungen und Antrag

09.10.2026

Der KfW-Kredit 270 kommt für Photovoltaik infrage, wenn ein Teil des erzeugten Stroms ins öffentliche Netz eingespeist wird. Entscheidend ist, den Finanzierungspartner vor dem Start einzubinden und den Förderkredit nicht mit einem Zuschuss gleichzusetzen.

Was KfW 270 bei Photovoltaik abdeckt

KfW 270 ist ein Förderkredit, kein pauschaler Zuschuss. Er kann die Errichtung, Erweiterung oder den Erwerb einer PV-Anlage finanzieren; Planung, Projektierung und Installation können dazugehören. Förderfähig sind laut KfW Anlagen auf Dächern, an Fassaden und auf Freiflächen. Der Kredit kann bis zu 100 Prozent der Investitionskosten abdecken. Das heißt nicht, dass jede Rechnung automatisch anerkannt oder die Finanzierung bewilligt wird: Die Bank prüft das Vorhaben und die Kreditwürdigkeit. Ein Speicher kann im Programmkontext ebenfalls förderfähig sein; lassen Sie seine Zuordnung zum Vorhaben durch die Bank bestätigen.

Die zentrale Fördervoraussetzung: Netzeinspeisung

Für KfW 270 reicht eine Anlage, die ausschließlich den eigenen Haushalt versorgt, nicht aus: Ein Teil des erzeugten Stroms muss ins öffentliche Netz eingespeist oder verkauft werden. Das macht die Förderprüfung besonders wichtig bei einer auf hohen Eigenverbrauch ausgelegten Anlage. Auch wenn eine Einspeisevergütung oder eine vergleichbare staatliche Unterstützung vorgesehen ist, darf der KfW-Kredit laut Merkblatt nur ohne staatliche Beihilfen gewährt werden. Verwechseln Sie deshalb die Zulässigkeit des Kredits nicht mit der Frage, ob sich zwei Förderbestandteile kombinieren lassen; klären Sie die konkrete Kombination vor der Finanzierungsentscheidung.

Vorbereitung: Projekt und Finanzierung zusammenbringen

Legen Sie vor dem Bankgespräch ein nachvollziehbares Projektpaket an: Angebot mit Anlagenumfang, getrennt ausgewiesenen Kosten für Module, Wechselrichter, Montage und gegebenenfalls Speicher, einen Zeitplan sowie eine Einschätzung dazu, welcher Anteil des Solarstroms eingespeist werden soll. Bei einem Betrieb hilft zusätzlich ein Überblick über Stromverbrauch und Lastverlauf, damit Eigenverbrauch und Netzeinspeisung realistisch geplant werden können. Fragen Sie mehrere Finanzierungspartner nach Laufzeit, tilgungsfreier Anlaufzeit, verlangten Sicherheiten und dem effektiven Zinssatz. Der Zinssatz wird bei Zusage festgelegt; veröffentlichte Konditionen ersetzen daher kein individuelles Angebot. Beispiel: Bei einer Anlage mit Speicher sollte das Angebot beide Kostenpositionen klar trennen, damit Bank und Antrag dieselbe Investition bewerten.

Antrag rechtzeitig stellen – und erst dann beauftragen

Der Antrag läuft über eine Bank oder Sparkasse als Finanzierungspartner, nicht als direkte Auszahlung an den Antragsteller durch die KfW. Binden Sie den Partner ein, bevor Sie Aufträge an Handwerks- oder Bauunternehmen vergeben und bevor Sie mit dem Vorhaben beginnen. Planungsaufträge dürfen nach KfW-Hinweis bereits vorher erteilt werden; diese Ausnahme ist kein Freibrief, schon die Installation zu beauftragen. Praktisch heißt das: Angebote und technische Planung sammeln, mit dem Finanzierungspartner Antrag und erforderliche Angaben abstimmen, die KfW-Zusage abwarten und erst danach den Kreditvertrag abschließen sowie den Start verbindlich planen. Wer aus Zeitdruck zuerst den Installationsvertrag unterschreibt, riskiert, dass die Finanzierung als bereits begonnenes Vorhaben nicht mehr förderfähig ist.

Vor der Unterschrift: diese Punkte abhaken

Prüfen Sie abschließend, dass das Projekt zumindest teilweise Netzeinspeisung vorsieht, der Finanzierungsantrag vor dem Vorhabenbeginn eingereicht ist und etwaige Einspeisevergütung oder andere staatliche Förderung im Antrag korrekt berücksichtigt werden. Lassen Sie schriftlich festhalten, welche Kosten die Bank als förderfähig einordnet, welche Sicherheiten sie verlangt und wie sich Laufzeit und Zinsbindung auf die spätere Rate auswirken. Die KfW nennt eine mögliche Finanzierung bis zu 100 Prozent der Investitionskosten, aber weder eine automatische Zusage noch einen für alle Antragsteller identischen Zins. Ein KfW-270-Angebot sollte deshalb immer mit dem individuellen Bankangebot und dem vollständigen Zahlungsplan verglichen werden.

Quellen

  1. KfW
  2. KfW
  3. KfW
  4. KfW