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Modullieferung auf der Baustelle prüfen: Verpackung und sichtbare Schäden dokumentieren

09.10.2026

Die Sendung sollte direkt bei der Anlieferung auf Vollständigkeit und sichtbare Unversehrtheit geprüft werden. Eine kurze, zuordenbare Dokumentation erleichtert die Klärung von Auffälligkeiten.

Vor dem Abladen: Sendung und Verpackung ansehen

Beginnen Sie die Wareneingangskontrolle im Anlieferzustand und gehen Sie Palette für Palette vor. Prüfen Sie die erreichbaren Kartonflächen, Ecken, Umreifungen und die Ausrichtung der Ladung. LONGi nennt verschobene oder geneigte Paletten als mögliche Auffälligkeit ([LONGi](https://www.longi.com/us/comments/LONGi_PV_Module_Unpacking_Handling_and_Storing_Guide/)). Legen Sie Lieferschein, Packliste und Kamera griffbereit, bevor der Fahrer abfährt. Vergleichen Sie soweit möglich die erkennbare Paletten- oder Produktkennzeichnung mit den Lieferunterlagen. Eine verrutschte Palette oder eine offene Umreifung ist zunächst eine Beobachtung, keine Diagnose über den Zustand jedes einzelnen Moduls. Beschreiben Sie also den sichtbaren Befund, statt schon die Ursache zu behaupten. Auch wenn die Umverpackung ordentlich wirkt, ist damit keine technische Prüfung des Modulinneren erfolgt. Die Anlieferkontrolle soll den sichtbaren Zustand und die Zuordnung festhalten; sie ersetzt nicht die produktspezifischen Entpack- und Montagehinweise.

Auffälligkeit konkret und pro Palette dokumentieren

Ein Vermerk wie „Ware beschädigt“ lässt offen, welche Palette gemeint ist und was genau zu sehen war. Notieren Sie deshalb eine Palettennummer oder Position, die betroffene Seite und den konkreten Befund. Zum Beispiel: „Palette 3, untere Ecke auf der rechten Längsseite eingedrückt; Umreifung geschlossen.“ Das ist ein Muster für eine sachliche Beschreibung, kein Bericht über einen bestimmten Schadensfall. SOLARWATT empfiehlt, einen Transportschaden auf dem Lieferschein zu vermerken, detailliert je Palette zu beschreiben und fotografisch zu dokumentieren ([SOLARWATT](https://www.solarwatt.de/betriebsanleitungen/solarwatt-panels/transport-und-lagerung)). Machen Sie daher ein Übersichtsbild der Palette und Detailaufnahmen, auf denen der konkrete Schaden erkennbar ist. Wenn die Kennzeichnung nicht auf demselben Bild lesbar ist, ergänzen Sie ein Foto mit der Palettennummer oder dem Versandaufkleber. Führen Sie Fotos, Lieferschein und eine kurze Notiz zusammen. So bleibt erkennbar, zu welcher Lieferung, Palette und Stelle die Aufnahme gehört. Trennen Sie in der Beschreibung Tatsachen („Karton eingedrückt“) von Vermutungen („wahrscheinlich beim Abladen entstanden“).

Schriftliche Meldung und Klärung

Die Dokumentation auf dem Papier ist ein Teil des Ablaufs; die zuständige Stelle muss ebenfalls informiert werden. WINAICO empfiehlt, Schäden auf dem Frachtpapier festzuhalten und das Unternehmen unverzüglich schriftlich zu informieren ([WINAICO](https://www.winaico.com.au/installation-manual-transport-and-storage)). Übermitteln Sie mit der Meldung den Lieferbezug, die betroffene Palette, eine knappe Beschreibung und die Fotos. Welche Reklamationsadresse oder welches Formular gilt, richtet sich nach Lieferant, Vertrag und Modulhersteller; prüfen Sie daher die Unterlagen Ihrer konkreten Lieferung. Ist der Schaden erheblich oder sind Module sichtbar betroffen, klären Sie das weitere Vorgehen mit Lieferant beziehungsweise Hersteller, bevor die Ware montiert oder weiterbewegt wird. Dokumentieren Sie auch, welche Abstimmung erfolgt ist. Vermeiden Sie pauschale Annahmen über Ablehnung, Fristen oder Haftung: Die Herstelleranleitungen geben jeweils produktspezifische Hinweise und ersetzen keine Prüfung der individuellen Lieferbedingungen.

Unauffällige Ware geschützt zwischenlagern

Wenn Sie die Module nach der Anlieferung nicht sofort montieren, planen Sie einen trockenen, vor Witterung geschützten Lagerplatz ein. SOLARWATT empfiehlt diese Lagerbedingungen für seine Module ([SOLARWATT](https://www.solarwatt.de/betriebsanleitungen/solarwatt-panels/transport-und-lagerung)). Für den Umgang mit Verpackung, Stapelung und Entpacken gelten zusätzlich die Vorgaben des jeweiligen Modultyps; übernehmen Sie deshalb keine pauschalen Stapel- oder Entpackregeln von einem anderen Hersteller. Eine gute Wareneingangsroutine ist knapp: Lieferung abgleichen, Verpackung sichtbar prüfen, Abweichungen je Palette beschreiben, fotografieren und schriftlich melden. Damit entsteht eine nachvollziehbare Grundlage für die Klärung, ohne einen äußerlichen Befund mit einer technischen Schadensfeststellung zu verwechseln.

Quellen

  1. LONGi Solar
  2. SOLARWATT
  3. WINAICO Australia